Wohnhaus G

Projekt Info

Wohnhaus in Ulm

  • Fertigstellung 2010

Das Baugrundstück liegt im Bereich des innerstädtischen Neubaugebietes „Örlinger Tal Gutenbergstraße“ in Ulm. Hier wurde von der Stadt Ulm eine Tankstelle und Teile eines Bauhofes abgerissen und die so gewonnen Flächen zur die Bebauung mit Doppel- und Reihenhäusern für Familien mit Kindern freigegeben. Insgesamt wurden ca. 25 Doppel- und Reihenhäuser errichtet. Als Besonderheit sah der Bebauungsplan vor, die Doppel- und Reihenhäuser (trotz gemeinsamer Wohnungstrennwand zum Nachbar) von Einzelnen Bauherrn gemeinsam mit deren Architekten individuell geplant umzusetzen. Damit die Koordination von gestalterischen-, konstruktiven- und logistischen- Belangen gelingen konnte wurde der Planungsprozess von einem Büro für Projektsteuerung während der Planungsphase betreut. Bei vorliegendem Gebäue handelt es sich um ein Reihenendhaus in zweigeschossiger Bauweise. Das Gebäude ist nach Südwesten ausgerichtet. Um die im Bebauungsplan vorgeschriebene Traufhöhe von 7m optimal auszunutzen wurde ein Konzept von versetzten Ebenen (Splittlevel) entwickelt, welche über eine Podesttreppe miteinander verbunden werden. Im Untergeschoss befinden sich zwei Zimmer und ein Abstellraum mit vorgelagerter Terrasse und Zugang zum Garten, ein Bad und der Technikraum. Ebenerdiger Eingangsbereich mit Garderobe und WC. Auf der Wohnebene im Erdgeschoss befinden sich Küche, Esszimmer Wohnzimmer und ein Hauswirtschaftsraum. E Bibliothek. Im Obergeschoss befinden sich ein Arbeitszimmer, das Schlafzimmer, sowie ein Bad. Dem Gebäude wurde auf der Südostseite ein Garage vorgelagert. Das Gebäude wurde in einer Mischbauweise errichtet. So sind die Bodenplatte und die Umfassungswände des Untergeschosses, die Treppen, die Deckenplatten und Teile der Innenwände aus Beton. Die Außenwände ab Untergeschoss, Teile der Wohnungstrennwände und das Dach wurden als vorelementierte Holzständerkonstruktion hergestellt. Die Fenster wurden als konventionelle Massivholzfenster mit Dreifachverglasung ausgeführt. Für die technische Ausstattung des Gebäudes kam eine Luft/Wasser Wärmepumpe sowie eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz. Die Lüftungsleitungen wurden direkt in die Betondecken einbetoniert. Die Steuerung der Lüftungsanlage erfolgt über CO2 und Feuchtefühler im den Elternschlafzimmer und Bad. Beim gestalterische Konzept wurde Wert auf das wieder Erkennen der verwendeten Konstruktionen gelegt. So wurden die aus Holz konstruierten Bauteile außen mit einer schwarzen Plattenfassade innen mit einer glatt tapezierten Bauplatte verkleidet. Die dunkle Farbe der Fassade betont den städtischen Kontext. Die konventionell geschalten Betonwände wurden im Gebäude in sichtbar bleibender Qualität ausgeführt. Holz- und Massivbauteilen sind durch eine feine Schattenfuge getrennt. So entsteht in Verbindung mit den Bodenbelägen aus Naturstein und Linoleum eine abwechslungsreiche und großzügige Raumwirkung.